Und wenn es bei der Trauung regnet?

Bei gutem Wetter wird die Trauung zu einem tollen Erlebnis, Foto: Stephan Forstmann

Sowohl für die standesamtliche als auch für die kirchliche Trauung stellt sich diese Frage eigentlich gar nicht. Wenn es während der Trauung regnet, bekommen das weder Brautpaar noch Gäste so wirklich mit. Doch bei der freien Trauung – die eben tatsächlich meistens im Freien stattfinden soll – kann das schon zum Problem werden. Und die Brautpaare versuchen häufig auch alles, diesen Plan A irgendwie umzusetzen. Schließlich haben sie sich den großen Moment wieder und wieder vorgestellt – und in der Vorstellung fand der eben immer draußen statt.

Für die Trauung muss stets ein Plan B zur Verfügung stehen, Foto: Stephan Fortstmann

Plan B muss genauso zufriedenstellend sein wie Plan A

Ein Tipp, den ich allen, die eine freie Trauung planen, immer gebe: Überlegt euch einen Plan B und vielleicht sogar einen Plan C. Wichtig ist vor allem, dass ihr mit den Alternativen auch glücklich seid. Das heißt: Sucht euch keine Alternativ-Traulocation aus, mit der ihr irgendwie leben könnt und die euch am regnerischen Hochzeitstag letztendlich doch unglücklich macht.
Plan B kann sein, dass ihr bei eurer Outdoor-Location bleibt, diese aber wetterfest umgestaltet. Ein Paar, das ich trauen durfte, hat beispielsweise kurzerhand einen großen Pavillon am Ort des Geschehens aufgebaut.

(Kleiner Tipp am Rande: Versucht, einen weißen Pavillon aufzutreiben. Farbige Pavillons machen sich auf den Hochzeitsfotos hinterher immer sehr schlecht und die Fotografen haben mit „eingefärbten“ Gesichtern zu kämpfen).

Ein anderes Brautpaar, bei dem es nur leicht nieselte, legte für all seine Gäste Regenponchos und Schirme in den Hochzeitsfarben bereit.

Bei schlechtem Wetter können Regenponchos für Abhilfe schaffen, Foto: Stephan Forstmann

Geht an diesem bedeutenden Tag keine Risiken ein

Wenn es jedoch wirklich Hunde und Katzen regnet, dann verlegt die Trauung nach drinnen. Keiner möchte während der Zeremonie nass werden, frieren oder bei der anschließenden Feier eine Sturmfrisur haben. Ganz besonders die Braut nicht – mal ganz davon abgesehen, dass diese ja auch meistens mit langem Kleid einen eleganten Einzug hinlegen möchte. Bei nassem Boden meist nur bedingt möglich.

Meine Tipps

1. Überlegt euch, ob euch Pavillons, Zelte oder wasserdichte Sonnensegel zur Verfügung stehen, auf die ihr problemlos und kurzfristig zurückgreifen könnt. Bei nur unbeständigem Wetter reichen vielleicht auch Regenponchos oder –schirme

2. Sprecht vorher mit der Location und plant einen „Plan C“, also eine Indoor-Traulocation. Achtet darauf, dass für den Fall der Fälle genügend Leute eingeweiht sind, die ggf. Stühle oder Bänke an der entsprechenden Stelle aufbauen können (in der Regel kümmert sich die Location darum)

3. Freundet euch vorher unbedingt mit Plan B oder C an, damit die Enttäuschung an eurem Hochzeitstag nicht so groß ist. Ihr müsst definitiv mit allen Varianten leben können.

4. Vergesst an eurem großen Tag das Wetter! Ihr heiratet heute den Menschen, den ihr liebt! Da sollte das Wetter ja wohl wirklich die kleinste Rolle spielen, oder?!

 

Gast Autorin

Tina Forstmann – Freie Trauungen

Traurednerin und Bloggerin

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