Hochzeit ja oder nein…ist es heutzutage überhaupt noch notwendig zu heiraten?

Wahrscheinlich nicht! War das Heiraten doch ursprünglich mal – ganz sachlich betrachtet – eine finanzielle Absicherung der Frau. Sie, die keinen Beruf erlernt hatte oder jedenfalls aber nicht ausübte, konnte sicher sein, dass ihr Gatte dafür sorgte, dass sie nicht nur ein Dach über dem Kopf hatte sondern auch nicht hungern musste…naja, dafür sorgte wohl eher sie, aber dazu gleich! Eine Heirat gab der Frau neben der (hoffentlich) materiellen Sicherheit auch ein gewisses gesellschaftliches Ansehen – egal, welcher Schicht ihr Mann angehörte, so lief sie mit Ehering jedenfalls nicht Gefahr, vorschnell als „leichtes Mädchen“ dem Jagdtrieb der Testosteron-Träger zum Opfer zu fallen. Ihre Eltern hatten das junge Ding auch endlich aus dem Haus und damit einen Esser weniger zu versorgen.

Die klassische Hausfrau. Foto: Shutterstock

Aber nicht nur die Frau zog aus einer Hochzeit ihre „Vorteile“, auch dem frischgebackenen Ehemann sollte es besser gehen. Er hatte nun endlich ein (hoffentlich) treusorgendes Weib, das sich ganz um ihn kümmerte…und zu dem er nicht „Mama“ sagte! 😉 Seine Frau hielt ihm den Rücken frei – er ging seiner Arbeit nach und sie kochte, putzte, wusch, bügelte…schlicht gesagt, sie erledigte alles andere. Nebenbei – und das ist wohl das höchste Gut – gebar sie ihm seine Kinder, versorgte auch diese, erzog sie und hielt ihm nach seinem langen Arbeitstag bestenfalls die lärmende Brut vom Hals. Klingt nach einer perfekten Symbiose. In einigen glücklichen Fällen soll sogar die Liebe mit im Spiel gewesen sein – na bitte, was wollen wir mehr?!

Heiraten aus Liebe. Foto: Shutterstock

Heutzutage sieht das aber alles ganz anders aus! Wir Frauen brauchen keinen Ernährer mehr – wir sind selbstständig, unabhängig, selbstbewusst, wir verdienen unser eigenes Geld und brauchen keinen Mann, um uns einen angemessenen Platz in der Gesellschaft zu sichern. Und auch das starke Geschlecht kommt inzwischen ein Stück weit ganz gut ohne uns Frauen aus. Sie finden allein den Weg in die Küche…oder ins Restaurant, sie bedienen Waschmaschinen und kennen Putzmittel – und im allerschlimmsten Fall springt Mutti sicher gern ein. Mit dem Kinderwunsch wird es allerdings für beide Parteien ohne die jeweils andere schwierig – nicht unlösbar, aber jedenfalls etwas unbequem…doch heiraten muss man deswegen schon lange nicht mehr.

Wenn also das Geld keine Rolle spielt und auch nicht die häusliche Versorgung, wenn der gesellschaftliche Stand anders zu erklimmen ist und Kinder ebenso gut außerehelich geboren werden können, dann gibt es wohl tatsächlich keinen Grund mehr zu heiraten und die Idee „Ehe“ ist längst überholt?

Nein, ganz im Gegenteil finde ich! Wir befinden uns in dieser schnelllebigen und unverbindlichen Zeit, in der jeder alles werden kann und man niemanden für nichts braucht, in der alles möglich ist und Flexibilität einen enorm hohen Stellenwert hat, eine Zeit, in der wir unsere Arbeitsstellen und Wohnorte aus strategischen Gründen wechseln, weil wir uns bloß nicht zu sehr oder zu lange an etwas binden wollen, eine Zeit, in der Abhängigkeit ein schrecklicher Makel ist. Und wenn wir in dieser Zeit einen Menschen finden, der wichtiger ist, als jede Unabhängigkeit, ein Mensch, der nicht nur unser Herz berührt, sondern in ihm lebt, der uns immer das Gefühl von einem Zuhause gibt, dem wir bedingungslos vertrauen und der unser Leben teilt – wenn wir so einen Menschen an unserer Seite haben, ist es doch ein wunderschöner Höhepunkt, all dies durch eine Hochzeit zu besiegeln und für jedermann ersichtlich seine Zugehörigkeit zu beweisen. …und den Steuervorteil nehmen wir auf diesem Wege doch gerne mit oder?!

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