Hochzeit in anderen Kulturen - Jüdische Hochzeit

Davidstern (Foto Wolfsraum bei flickr.com)

In Deutschland wird traditionell eine Ehe vor dem Standesamt geschlossen. Je nach Glauben und Lust, können Paare anschließend auch vor Gott den Bund der Ehe eingehen. Dieser Gott ist in Deutschland oftmals der christliche Gott, aber auch zahlreiche andere Glaubensgemeinschaften haben die Möglichkeit, ihrem Glauben entsprechend „Ja“ sagen zu können.

Jüdische Hochzeit - Foto: Alexandra Roberts

Eine dieser Glaubensgemeinschaften ist der jüdische Glaube. Und auch in diesem gilt der Bund der Ehe als heilig und als wesentliche Basis für ein gutes Leben.

Nicht geheiratet werden darf laut des jüdischen Glaubens zwischen dem Pessach Fest und Schwauot. Diese 7 Wochen gelten als Trauerzeit, so dass jüdische Hochzeiten auf einen anderen Zeitpunkt verlegt werden. Auch zwischen Rosch ha-Schana und Jom Kippur wird nur in Ausnahmefällen geheiratet.

Jüdische Hochzeitszeremonie - Foto: Alexandra Roberts

Mit der jüdischen Hochzeit beginnt für die kala (Braut) und den chatan (Bräutigam) ein neues Leben. Am Hochzeitstag selber wird traditionell gefastet, um seine bis dahin begangenen Sünden vergeben zu bekommen.

Die Zeremonie selber findet oftmals unter freiem Himmel statt, um Gott näher zu sein und seinen Segen zu bekommen. Es wird unter einer Chuppa, einem Baldachin aus Samt, Satin oder Seide, gefeiert, der Rabbiner leitet die Zeremonie.

Jüdisches Brautpaar (Foto WDR - M. Vendlek)

Der Bräutigam trägt während der Zeremonie ein bequemes weißes Kleid. Dieses steht für Reinheit und soll an den Bräutigam zur Ehrlichkeit in der Ehe ermahnen. Die Braut hingegen ist mit einem Schleier verhüllt.

Der Rabbiner beginnt die jüdische Hochzeit damit, dass er einen Becher Wein, den die Brautleute anschließend gemeinsam trinken, segnet. Daraufhin folgt die eigentliche Vermählung. In Anwesenheit zweier nicht mit den Brautleuten verwandter Männer steckt der Bräutigam seiner Braut den Ehering an den Zeigefinger der rechten Hand und spricht die Worte: “Durch diesen Ring bist du mir angelobt nach dem Gesetz Moses und Israels.”

Eheurkunde aus dem 18. Jahrhundert (Foto judentum-projekt.de)

Anschließend liest der Rabbiner die Ketubba vor. Dabei handelt es sich um eine Art Ehevertrag, mit dem der Bräutigam seiner Angetrauten verspricht, sie zu ehren, zu ernähren, zu kleiden und zu befriedigen. Weiterhin bekommt die Braut 200 Sus, damit sie finanziell abgesichert ist. Falls der Bräutigam stirbt oder sich scheiden lässt, erhält sie die gesamte Summe. Geht eine Scheidung von der Braut aus, wird ihr Anspruch auf das Ketubbageld hinfällig.

Jüdische Trauung (Foto planet-wissen.de)

Nun beginnt die eigentliche Eheschließung, die Nissuin. Dabei verliest der Rabbiner sieben Hochzeitssegenssprüche und das Ehepaar trinkt einen weiteren Schluck des gesegneten Weins.

Beendet wird die jüdische Hochzeit damit, dass der Mann ein Glas zerbricht. Diese Tradition findet in Gedenken an die Zerstörung des Tempels in Jerusalem statt. Mit dem jüdischen „viel Glück“ – masel tow – wird das Brautpaar in die Ehe verabschiedet und die Feier kann beginnen. Wichtige Tipps und Hinweise finden Sie in Ihrer jüdischen Gemeinde.

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