Haben Sie an Gütertrennung gedacht?

Haben Sie an Gütertrennung gedacht?

Man soll auch vor der Hochzteit an die eventuelle Trennung denken und sich auf eine gütige Einigung bereits vor dem Streit vorbereiten. Hier lesen Sie mehr zum Thema Gütertrennung.

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speichernGütertrennung ja / nein? Foto: Gerd Altmann / pixelio.de
Gütertrennung ja / nein? Foto: Gerd Altmann / pixelio.de

Vor allem bei Selbstständigen und Unternehmern ist die Gütertrennung noch immer der Königsweg, um die Partnerschaft im Fall der Fälle ohne finanzielle Einbußen abzuwickeln. Theoretisch ist alles  einleuchtend – weil sowohl in der Ehe als auch danach kein Ausgleich des Zugewinns stattfindet, hat man nach der Scheidung keine lästige Rechnerei und jeder behält nur das, was sowieso seins ist.

Paare, die sich für Gütertrennung entscheiden, müssen aber wissen, dass so eine Gestaltung auch ihre Tücken hat. Zum einen handelt es sich um eine sehr aufwändige Geschichte, dazu muss man schon während der Ehe immer darauf achten, dass kein Vermögenswert versehentlich dem falschen Partner zugeschrieben wird. Und es kann Situationen geben, bei denen der Ex trotzdem die Hand aufhalten kann – vor allem, wenn einer der Partner lange unentgeltlich im Betrieb des anderen mitgearbeitet hat und half, den voran zu treiben.

In den so genannten Ehegatteninnengesellschaften gibt es einen Kunstgriff, mit dem man die Ungerechtigkeiten der Gütertrennung korrigieren kann. Die logische Konsequenz dabei ist in dem Fall, dass wenn es zur Scheidung kommt, auch die Gesellschaft am Ende steht. Der scheidende Partner muss dann ausgezahlt werden – meistens mit der Hälfte des Unternehmenswerts.

Die Gütertrennung hat noch einen großen Nachteil. In einer Ehe, die durch den Tod eines Ehegatten endet, ohne sich scheiden zu lassen, hat der  überlebende Partner in den meisten Fällen große Steuernachteile, denn nur in Zugewinngemeinschaft lebenden Eheleute steht nach dem Tod des Partners ein Viertel des Vermögens steuerfrei als Zugewinn zu. Bei der Gütertrennung geht es aber darum, den  Zugewinnausgleich zu verhindern, was zur Folge hat, dass der überlebende Ehegatte seinen Anteil am Nachlass als Erbe bekommt und die komplette Summe voll versteuern muss – abzüglich der Freibeträge.

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