das Hochzeitshaus: Eine Hochzeitsplanerin gibt Tipps zur Tischordnung

Auf eine gute Nachbarschaft: Die Tisch- und Sitzordnung trägt zum guten Gelingen der Feier bei

Tante Erna spricht schon seit Jahren nicht mehr mit Onkel Willi. Die beste Freundin der Braut verträgt sich nicht mit dem engsten Vertrauten des Bräutigams. Der Opa bekommt Herzrasen, wenn er die grün gefärbten Haare der jüngsten Enkelin sieht. Und die nette Urlaubsbekanntschaft spricht nur Spanisch…

Machen wir uns nichts vor: Je größer eine Hochzeitsgesellschaft ist, desto seltener werden die Gäste zu hundert Prozent miteinander harmonieren. Weil aber trotzdem jeder – allen voran natürlich das Brautpaar – den Hochzeitstag genießen und in guter Erinnerung behalten möchte, ist bei der Erstellung der Sitzordnung besonderes Fingerspitzengefühl gefordert.

Erst wenn Sie relativ sicher wissen, wie viele und welche Gäste erscheinen werden, wenn Sie die Location fest gebucht haben und auch schon eine ungefähre Vorstellung davon haben, wie das Rahmenprogramm aussehen wird, dann – und wirklich erst dann – sollten Sie sich Gedanken über die Anordnung der Tische und die Platzierung der Gäste machen.

Beginnen Sie zunächst mit der Anordnung der Tische. Wichtig dabei ist, dass Sie sowohl die Form und die Möglichkeiten des Raumes als auch Ihre eigenen Wünsche und Vorstellungen berücksichtigen. Gibt es ein Buffet, das im Raum aufgebaut werden soll? Wo steht der Tisch für die Geschenke? Hat der Raum eine Bühne? Gibt es ein Rahmenprogramm während des Essens, zum Beispiel Reden oder Vorführungen zwischen den Gängen des Menüs? Spielt die Live-Band bereits leise Hintergrundmusik oder laufen gar Musiker mit Violinen durch den Raum? Essen die Musiker oder andere Künstler zusammen mit Ihnen und Ihren Gästen?

Falls Sie unter Ihren Gästen jemanden zum Zeremonienmeister bestimmt haben, sprechen Sie Ihre Vorstellungen unbedingt mit ihm ab. Vielleicht gibt es ja noch weitere Anforderungen an die Raumgestaltung, die nur er oder sie kennt – zum Beispiel für Spiele oder Überraschungsauftritte. Sind alle Rahmenbedingungen geklärt, überlegen Sie, ob die Tische einzeln im Raum stehen sollen oder ob Sie eine einzige lange Tafel bevorzugen. Vielleicht erfordert der Raum oder die Anzahl der Gäste auch eine Tafel in U-Form, in E-Form oder in T-Form.

Unser Tipp: Skizzieren Sie den Raum und zeichnen Sie Eingänge, Fenster, Bühne, Buffet etc. fest ein. Schneiden Sie dann die Tische – entweder rund oder rechteckig – maßstabsgetreu aus und schieben Sie sie so lange auf dem Plan hin und her, bis Sie mit der Anordnung zufrieden sind. Lassen Sie sich die Raummaße sowie die Abmessungen der Tische vom Restaurant, Hotel, Schloss bzw. der gewählten Location geben. Wählen Sie für Ihre Skizze einen möglichst großen Maßstab, damit Sie später die Namen der Gäste auf kleine Kärtchen schreiben und ebenfalls verschieben können. Wer sitzt wo? Am Tag der Hochzeit steht das Brautpaar nicht nur im Mittelpunkt – es sitzt auch in der Mitte. Egal, für welche Tischordnung Sie sich entscheiden, das Brautpaar sollte so zentral sitzen, dass es von allen Plätzen aus gut gesehen werden kann.

An einer rechteckigen Tafel, sitzt das  Brautpaar in der Mitte der Längsseite mit Blick in den Raum. Werden die Tische in U-, T-, oder E-Form gestellt, nimmt das Paar seinen Ehrenplatz in der Mitte der Querseite ein. Die Braut sitzt dabei stets rechts neben dem Bräutigam. Zur Rechten der Braut sitzt der Bräutigamsvater, daneben die Mutter des Bräutigams. Die Mutter der Braut nimmt zur Linken des Bräutigams Platz, daneben der Brautvater. Links und rechts neben den Eltern des Brautpaares sitzen die Trauzeugen mit ihren Partnern. Wählen Sie einzelne, frei im Raum stehende Tische, so sollten das Brautpaar, die Eltern der Braut und des Bräutigams sowie die Trauzeugen mit Partnern an einem Tisch Platz nehmen.

So weit, so gut … Wie es weiter geht mit der Sitzordnung ist im Prinzip Ihnen überlassen. Entscheiden Sie sich für das Gruppenprinzip, dann platzieren Sie die Verwandtschaft der Braut und die des Bräutigams auf unterschiedlichen Flügeln der Tafel bzw. getrennten Tischen. Halten Sie sich hierbei an die klassische Sitzordnung, so sitzen die Gäste nach Verwandtschaftsgrad und Alter. Enge und ältere Verwandte  sitzen also näher am Brautpaar als weniger enge und jüngere Verwandte. Nach den verheirateten Freunden folgen die Verlobten und danach die befreundeten Paare oder Singles. Kinder und Jugendliche bilden den Abschluss der Tischordnung.
Unser Tipp: Vor allem kleinere Kinder werden sich freuen, wenn sie mit anderen Kindern an einem separaten Tisch sitzen – und nicht inmitten von Erwachsenen. Sorgen Sie aber dafür, dass der Kindertisch nicht ganz aus dem Blickfeld der Erwachsenen verschwindet. Nehmen Sie es mit den Traditionen und Konventionen nicht so genau, sondern liegt Ihnen mehr daran, dass alle Gäste den Tag und den Abend genießen und sich im wahrsten Wortsinn prächtig unterhalten? Dann raten wir Ihnen, die Tischordnung nach dem Harmonieprinzip zu erstellen. Setzen Sie diejenigen Gäste zueinander, die sich schon sehr gut kennen oder von denen Sie wissen, dass sie miteinander zurecht kommen und auch genügend Gesprächsstoff haben werden. Dabei können Sie ruhig die Familien der Braut und des Bräutigams mischen. Überlegen Sie einmal, wer von ihren Gästen welche Hobbies hat. Gibt es Sportler, Musiker, Bücherwürmer oder Gärtner? Vielleicht wollte Tante Erna ja schon immer mal Spanisch lernen und freut sich, wenn sie neben der netten Urlaubsbekanntschaft sitzen darf. Wichtiger als gemeinsame Interessen zu finden, ist es aber, dass sie Antipathien berücksichtigen und Menschen, die sich nicht mögen, von vornherein auseinander setzen. Nichts kann einer Feier mehr schaden als das permanente Gezanke zweier unverbesserlicher Streithähne.

Spielen Sie Platzanweiser
Vielleicht denken Sie gerade: Wozu das Ganze, kann sich nicht jeder dort platzieren, wo er will? Falls Sie eine Stehparty planen, geben wir Ihnen Recht. Ansonsten raten wir dringend dazu, jedem Gast seinen Platz zuzuweisen. Tun Sie es nicht, müssen Sie damit rechnen, dass Gäste übrig bleiben, dass Pärchen womöglich getrennt werden und Gruppen anfangen, Tische und Stühle umzustellen, um zusammen sitzen zu können. Am einfachsten für alle Beteiligten ist es, wenn Sie jeden Platz eindeutig mit dem Namen des entsprechenden Gastes kennzeichnen. Dazu können Sie selbstverständlich auf die guten alten Tischkärtchen zurückgreifen – oder kreative Ideen einbringen. Lassen Sie den Namen der Gäste in die Wassergläser eingravieren oder auf die Stoffserviette sticken. Schreiben Sie
den Namen auf das Stoffband, das das Gastgeschenk ziert oder die gerollte Menükarte zusammenhält. Falls Sie eine mediterrane Dekoration wählen, schreiben Sie den Namen Ihrer Gäste doch auf eine Tonscherbe und legen diese
dann auf den Teller oder die Serviette. Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Unser Tipp: Es kann schon mal vorkommen, dass zwei oder mehr Gäste den gleichen Vornamen haben. Damit es nicht zu Verwirrungen und Verirrungen kommt, sollten Sie in diesem Fall entweder den kompletten Nachnamen oder zumindest die Initiale des Nachnamens dazu schreiben. Oder aber Sie lassen Fotos sprechen.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Gästen gute Unterhaltung!

weitere Infos zum Thema Hochzeitsplanung finden sie unter
http://www.dashochzeitshaus.de/

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