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Wir bekommen ein Baby… und was passiert mit unserer Beziehung?

Als ich vor elf Jahren mit 26 Jahren schwanger wurde, war mein erster Gedanke, dass jetzt mit dem Beginn der Gründung einer eigenen kleinen Familie die schönste Zeit meines Lebens beginnen würde: Zeitschriften und Schwangerschafts-Ratgeber zeigten glückliche Schwangere mit einem noch glücklicheren zukünftigen Vater, der liebevoll den Babybauch seiner Angebeteten umarmt und streichelt. Nicht zu vergessen all die positiven Auswirkungen der Schwangerschaft auf die Schönheit der Frau: glänzendere Haare,  strahlender Teint und reine Haut. Obendrein versprechen sämtliche Ratgeber auch noch, dass Frau in der Schwangerschaft mehr Lust auf Sex hat. Besser kann es ja kaum werden!

Glückliche Schwangere mit Partner lachen einem überall entgegen. Fotos via Shutterstock

Im Laufe der Schwangerschaft kommt dann schnell die Frage auf, warum all diese positiven Prophezeiungen nicht bei einem selbst auftreten? Ein Blick in den Spiegel reicht, um zu erkennen, dass man mit einem aufgeblähten Gesicht, zudem auch noch mit Pickeln übersät und dazu fettigen Haaren, eindeutig schon mal besser ausgesehen hat zu anderen Zeiten. Und die Libido? Was ist das nochmal gleich? Ständige Müdigkeit erlauben es kaum bis 21:00 Uhr wach zu bleiben, von heissem Sex mit dickem Bauch kann schwer die Rede sein. Erste Zweifel treten auf: was läuft bei mir anders, als bei all diesen Muster-Schwangeren mit warmherzigen Lächeln?

Ein ehrliches Gespräch unter Freundinnen verrät: ich bin nicht alleine. Doch kaum jemand wagt sich, offen über die aufkommenden Zweifel zu sprechen. Wie auch? Die Welt erwartet doch schliesslich glückliche werdende Mütter. Auch heute noch, viele Jahre später, schauen wir Freundinnen zurück und stellen gemeinsam fest: die Schwangerschaft und die Geburt unserer Kinder stellten einen Wendepunkt in unserem Leben dar und hat unsere Beziehungen bzw. Ehen enorm beeinflusst: waren wir vorher zu zweit und all die Aufmerksamkeit ging auf unseren Partner, so änderte sich dies schlagartig mit der Geburt eines Babys, das von nun an im alleinigen Mittelpunkt stand und 100% Aufmerksamkeit erforderte und auch erhielt. Stillen, Windeln wechseln, Baby beknuddeln, Baby im Kinderwagen spazieren fahren,… hört sich so harmonisch an, ist in der Realität aber ein harter 24-Stunden-Job, der keinen Raum für die Beziehung lässt.

Ein Kind stellt in vielen Bereichen der Beziehung eine Herausforderung dar. Foto via Shutterstock

Meine Freundinnen und ich sind uns einig: es ist nicht fair, dass man schwangeren Frauen und frischgebackenen Müttern ein falsches Bild vorgaukelt. Natürlich gibt es Momente, in denen Frau nichts anderes tut, als das Familienglück zu geniessen. Aber es gibt auch andere Momente, nämlich genau die, an denen eine junge Mutter an ihre Grenzen stösst und der monatelange Schlafmangel, sowie der Druck, alles richtig zu machen, sich bemerkbar machen. Das „Zurechtfinden“ in der neuen Situation ist auch für den frisch gebackenen Vater nicht einfach, der sich oftmals aus dem Duo „Baby-Mama“ ausgeschlossen fühlt. Von beiden Seiten ist viel Feingefühl für die neue Situation notwendig, denn das “Aus 2, mach 3″ ist für jede noch so gut funktionierende Partnerschaft eine Herausforderung.

Die Geburt eines Kindes macht uns zwar zu Eltern, dies bedeutet aber noch lange nicht, dass unsere Beziehung als Paar nicht auch weiterhin besteht und  dies auch so bleiben sollte. Mit allem, was dazu gehört. Auch wenn es schwer fällt, das Baby mal für ein paar Stunden an die Grosseltern, Tante, Freundin,… abzugeben, weil wir glauben, dass unser Baby 24-Stunden Betreuung rundum die Uhr ausschliesslich von uns Eltern bzw. Müttern benötigt, sollten wir über unseren Schatten springen und angebotene Hilfe auch annehmen und freie Zeit als Paar verbringen. Und zwar genau so, wie wir dies auch vor der Geburt unseres Babys gemacht haben: als Liebespaar!

Quelle Fotos: Baby im Bett via Shutterstock und glückliche Schwangere via Shutterstock

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