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Welches Farbthema wählt man für seine Hochzeitsdekoration?

Zu einem gelungenen Hochzeitsfest gehört in erster Linie auch die passende Farbauswahl. Erst das harmonische Zusammenspiel zarter oder kräftiger Farbnuancen taucht das Hochzeit-Ensemble in individuelle Dekoration-Kunst und wird zur perfekten Bühne für die wahre Liebe. Doch zunächst müssen sich Brautpaare entscheiden: Welches Farbthema wählt man für seine Hochzeitsdekoration?

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Foto: Dirk Spoerer

An das Thema Dekoration kann man ganz unterschiedlich heran gehen. Die meisten wollen natürlich, dass die Deko individuell ist, etwas über das Paar wiederspiegelt oder vielleicht einfach bloß schön aussieht. Gibt es ein Tier, ein Symbol oder eine Blume, die eine persönliche Bedeutung für das Brautpaar hat? Wo feiert das Paar – in welchem Land, draußen, drinnen, am Strand, in einem Park oder einfach in Großmuttis schönem Garten, in einem historischen Gebäude oder modern? In welcher Jahreszeit findet die Hochzeit statt? Fragen, die es vorab zu klären gilt.

All das sind Ausgangspunkte, die sich in der Hochzeitsdekoration widerspiegeln können, aber mindestens harmonieren sollten. Egal, wo man mit dem Brainstorming anfängt und bei welcher Entscheidung man letztendlich landet, so muss man sich doch auf eine oder einige Farben beschränken, damit alles am schönsten Tag des Lebens ein angenehmes Bild ergibt. Weniger ist definitiv mehr… bezüglich der Farbenvielfalt.

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Foto: Christian Manthey

Wie viele Farbtöne?

Grundsätzlich gilt: Farbe ist wundervoll, aber kein Zwang. Man kann auch nur eine nehmen, ja sogar nur Weiß oder Creme wählen, je nach Ton des Brautkleides – sehr einfach, hat aber auch seinen Stil! Eine Gestaltungsregel besagt, aller guten Dinge sind drei. Eine ungerade Anzahl von Objekten wirkt schön für’s Auge. Das gilt auch für so viele andere Bereiche. Symmetrie ist langweilig. Nicht einmal das menschliche Gesicht ist genau symmetrisch. Achten Sie auch beim Arrangieren Ihrer Dekoelemente mit darauf, eine für’s Auge spannende Optik zu erzeugen. Zurück zu den Farben: Am Besten Weiss/Creme plus deine gewünschte Farbe mit einer, die damit harmoniert. Es wäre also nicht schlau, Blau UND Orange zu benutzen, diese sind von Grund auf verschieden. Es gibt die bunten Farben und dann gibt es die Unbunten, also alles, was keinerlei Sättigung enthält: Weiss, Schwarz und alle Schattierungen dazwischen. Wenn eine der „Farben“ unbunt ist, kann man sich bei der/den anderen etwas mehr erlauben. Natürlich sollen all dies Tipps sein und keine Gesetze. Bei meiner eigenen Hochzeit zum Beispiel war das Farbthema Orange plus Creme, was super aussah und vollkommen ausreichte. Wenn ihr es also nicht unbedingt wollt oder benötigt, reichen zwei Farben auch aus. Wie gesagt: Weniger ist mehr. Egal, für wie viele Farben ihr euch entscheidet – Ich möchte euch ans Herz legen, nicht mehr als drei Farben zu wählen. Zu viele Stile ergibt: kein Stil. Chaos für’s Auge wäre vorprogrammiert.

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Foto: Hilal and Moses
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Foto: Hochzeitswerk

Welche Farben passen überhaupt zueinander?

Bestimmt können Sie sich noch an die Farblehre in der Schulzeit erinnern? Ich möchte nicht zu tief in die Materie einsteigen, ein paar grundlegende Sachen sollen jedoch erwähnt werden. Allgemein kann man sagen, dass Farben, die sich im Farbkreis nebeneinander befinden, gut harmonieren, da sie miteinander verwandt sind. Wählt man also Lindgrün als Hochzeitsfarbe, dann passen verschiedene Schattierungen und Sättigungen von diesem Grün definitiv zum Thema. Die drängen sich dann nicht in den Vordergrund, sondern binden sich wunderbar ein, ohne zu stören, obwohl es sich nicht um genau die gleiche Farbe handelt. Man sollte aber aufpassen, dass sich innerhalb eines Blickfangs die Farbtöne nicht zu sehr gleichen, sondern für Abwechslung sorgen. Um ein Blumengesteck aufzulockern, wurden dann aber nicht 1000 Schattierungen von Orange gewählt, sondern zum Beispiel mal ein Spritzer gelb. Diese Farbe liegt im Farbkreis nah an Orange, also stehen die Chancen gut, dass die verschiedenen Blumenfarben harmonieren.

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Foto: Hochzeitswerk

Die Farben sollten zum Kleid und zum Anzug des Mannes passen

Spiegelt sich die Deko im Brautoutfit wieder? Natürlich sollte das Traumkleid zu allererst zu sich selbst und dem Haut-Ton passen und nicht primär zur Hochzeitsdekoration, denn die Deko folgt! Jedoch passt Orange viel besser zu Creme in den verschiedensten Abstufungen als zu Schneeweiss. Bei einem munteren Aquablau sollte man eher zu Weiß tendieren.

Ein schlechtes Beispiel wäre, sowohl Orange als auch Blau als Hauptfarben zu wählen. Das würde man eher im Leuchtreklame-Business (siehe Lebenmittelläden-Logos) machen, aber nicht bei einer stilvollen Feier. Diese liegen sich im Farbkreis gegenüber und haben so einen sehr starken Farbkontrast, plus einen Kalt-Warm-Kontrast. Dieser Mix ist einfach zu viel des Guten.

Heutzutage gibt es moderne Brautkleider mit Farbakzenten wie Dunkelrot, Blau oder einfach nur schwarz-weiße Kleider. Diese haben einen sehr hohen Hell-Dunkel-Kontrast. Kontrastreicher geht es kaum mehr, ohne wahre Gestaltungssünden zu begehen. Falls Ihnen solche Kleider gefallen, bieten sich natürlich diese Farben auch als Dekothema an. Vergessen Sie nicht, einen Anzug zu finden, der auch zum Brautkleid passt. Sollte Ihr Kleid einfarbig sein, stehen dem Deko-Ideenreichtum eigentlich keine Grenzen entgegen.

Schicke Brautkleider 2017 haben nun mal schwarz, rot, blau oder weiß zu sein? Nein. Seien Sie ganz Sie selbst. Wenn Sie kein Gestaltungsexperte sind, dann schnappen Sie sich einen! Verwirklichen Sie Ihre Träume im Rahmen des Möglichen! Man heiratet nur einmal …normalerweise. Ein sehr kräftiges, südländisches Farbthema wäre eine feurige Farbkombi aus Rot, Gelb und Grün, wobei man darauf achten sollte, dass Rot und Grün nicht „ins Kalte rutschen“. Dann würde die Farbharmonie verloren gehen. Dies ist eine gewagte, aber sehr fröhliche, empfehlenswerte Zusammenstellung, jedoch nicht gerade das Ideal für Schlosshochzeiten mit Prunk, Gold, Klassikmusik und Walzer oder die Ritterburg mit mittelalterlichem Thema. Wenn es in einem historischen Ambiente sein soll, dann schon eher ein romantisches Weingut oder eine alte Mission im mediterranen Süden.

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Foto: Ramona Reckziegel

Farben und ihre Bedeutung

Farben haben immer eine Wirkung und auch eine symbolische Bedeutung. Nicht umsonst sind Sprichwörter enstanden wie: „alles durch eine rosarote Brille sehen“, „grün vor Neid sein“, „sich schwarz ärgern“, „weiss wie die Unschuld“, „das Blaue vom Himmel versprechen“ oder „Farbe bekennen“. Möchten Sie mit Ihrer Farbwahl etwas ganz Bestimmtes aussagen oder einfach nur wissen, welche Symbolik ihre Lieblingsfarbe hat? Dann ist dieser Abschnitt genau das Richtige. Je nach Kultur, Herkunftsland und Tradition kann die Symbolik von Farben genau so variieren, wie durch persönliche Erfahrungswerte. In unseren Kulturkreisen gilt Schwarz zum Beispiel als Symbol für Trauer, während es sich anderswo mit Schwarz und Weiss genau umgekehrt verhält.

Hier nun ein paar Beispiele für Farbsymbolik:

Braun: Festigkeit, Altmodische, Dummheit, Faulheit, Langeweile, Behaglichkeit, Natur, Einfachheit, Zuverlässigkeit, Bodenständigkeit

ROT: Liebe, Leidenschaft, Temperament, Energie, Blut, Zorn, Gefahr

ORANGE: Optimismus, Lebensfreude, Aufegschlossenheit, Selbstvertrauen, aufgehende/untergehende Sonne, Gesundheit, Aufdringlichkeit

GELB: Sonne, Ewigkeit, Fröhlichkeit, Licht, Heiterkeit, Wissen, Weisheit, Neid, Geiz, Rachsucht, Täuschung, Egoismus

GRÜN: Natur, Hoffnung, Unsterblichkeit, Grosszügigkeit, Sicherheit, Harmonie, Neid, Gleichgültigkeit

CYAN: Wachheit, Bewusstheit, Klarheit, Frische, Offenheit, Freiheit, Leere

BLAU: Treue, Unendlichkeit, Reinheit, Vertrauen, Ruhe, Schönheit, Sehnsucht, Traumtänzerei, Melancholie, Nachlässigkeit

VIOLETT: Würde, Inspiration, Religiösität, Frömmigkeit, Busse, Kunst, Magie, Extravaganz, Stolz, Arroganz

MAGENTA: Idealismus, Dankbarkeit, Engagement, Mitgefühl, Arroganz, Snobismus, Dominanz

ROSA: Zärtlichkeit, Sanftmut, süss, verspielt, lieblich, weich

WEISS: Frieden, Unschuld, Reinheit, Klarheit, Erhabenheit, Empfindsamkeit, Unnahbarkeit

GRAU: Neutralität, Zurückhaltung, Vorsicht, Kompromissbereitschaft, Langeweile, Eintönigkeit, Unsicherheit

SCHWARZ:  Tod, Trauer, Angst, Unergründlichkeit, Würde, Ansehen, Tiefe

Lesen Sie mehr zum Thema Hochzeitsdekoration in Ihrem Zankyou Hochzeitsmagazin und holen Sie sich erste Inspirationen und Tipps.

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