Schöne Hochzeitsfotos brauchen Zeit!

Hochzeitsfotografie: Sophie Kleile, Lübeck. www.lichtwerk-fotostudio.de
Hochzeitsfotografie: Sophie Kleile, Lübeck. www.lichtwerk-fotostudio.de

Hochzeitsfotos sind eine bleibende Erinnerung. Das schöne Kleid, der geschmückte Oldtimer, das Jawort in der Kirche, die Freudentränen der Brauteltern – eine Hochzeit besteht aus unzähligen Augenblicken, an die man sich nach dem Fest mit Freude erinnert. Den meisten Paaren sind Hochzeitsfotos sehr wichtig. Doch wer soll sie machen? Und worauf sollte man achten?

Wie finde ich den richtigen Fotografen?
Immer wieder treffe ich Brautpaare‚ die das Fotografieren an die Schwester oder den Onkel delegieren, mit der Überzeugung: ‚Die werden das schon machen.’ Das Honorar für einen professionellen Fotografen wird gespart. Kurzfristig ein finanzieller Erfolg. Langfristig schade, denn die Ergebnisse lassen oft zu Wünschen übrig. Dann sind Enttäuschung und Ärger groß. Das Fest ist vorbei und die einmaligen Momente verstrichen, keine Chance auf Wiederholung. Ganz davon abgesehen, dass den beauftragten Familienfotografen es nicht möglich ist, das Hochzeitsfest als vollwertige Gäste zu genießen. Daher mein Rat: Wer ansprechende Hochzeitsfotos haben möchte, sollte einen Profi engagieren.

Hochzeitsfotografie: Sophie Kleile, Lübeck. www.lichtwerk-fotostudio.de
Hochzeitsfotografie: Sophie Kleile, Lübeck. www.lichtwerk-fotostudio.de

Hochzeitsfotografen arbeiten sehr unterschiedlich. Sowohl Angebote als auch Preise weichen erheblich voneinander ab. Ein Vergleich lohnt in jedem Fall. Dabei sollte man sich zunächst überlegen, welche Momente es zu fotografieren gilt. Nur die Trauzeremonie? Oder auch den Sektempfang und das abendliche Dinner? Oder möchte man gar eine Hochzeitsreportage, bei welcher der Fotograf den kompletten Hochzeitstag dokumentarisch begleitet? Wie man diese Fragen für sich beantwortet, hängt stark von der Höhe des Budgets ab, das für die Fotografie zur Verfügung steht. Die Preisspannen sind groß. Was man ausgeben muss, hängt von den gebuchten Leistungen und der Reputation des jeweiligen Fotografen ab. Dabei gilt: Teuer ist nicht gleich gut. Auch vergleichsweise günstige Hochzeitsfotografen machen tolle Bilder. Entscheidend ist hier die Beantwortung der Frage, welche Art von Bildern ein Brautpaar sich vorstellt. Klassische Portraits in der Natur oder lieber die ausgefallene und moderne Variante? Manche Fotografen arbeiten sehr experimentell. Sie wählen Motive mit ungewöhnlichen Bildausschnitten oder schaffen durch technische Verfahren der digitalen Nachbearbeitung wahre Bildkunstwerke. Welche Stilrichtung ein Fotograf vertritt, zeigt ein Blick auf dessen Homepage. Brautpaare sollten sich in den Bildergalerien umschauen und danach entscheiden, ob der jeweilige Stil des Fotografen zur eigenen Idee von guten Hochzeitsbildern passt. Wer etwas Geld in die Hand nehmen will, sollte über ein Tagesengagement nachdenken, bei dem der Fotograf den kompletten Hochzeitstag begleitet und eine Reportage erstellt. Vom Ankleiden bis zum ausgelassenen Tanz am Abend. Und ganz wichtig: Die Chemie muss stimmen. Kommt der Fotograf aus der Nähe, sollte man sich unbedingt vorher treffen und einander kennen lernen. Ähnlich wie bei der Zusammenarbeit mit einem Hochzeitsplaner, ist die Basis für schöne Hochzeitsfotografie gegenseitige Sympathie und Vertrauen.

Hochzeitsfotografie: Sophie Kleile, Lübeck. www.lichtwerk-fotostudio.de
Hochzeitsfotografie: Sophie Kleile, Lübeck. www.lichtwerk-fotostudio.de

Tagesplanung: Wann ist der richtige Moment?
Gute Portraitfotos benötigen Zeit. Das sollte schon frühzeitig bei der Planung des gesamten Tagesablaufs bedacht werden. Bestenfalls sind das Brautpaar und der Fotograf beim Shooting der Paarfotos ungestört. Was niemand braucht, sind ungeduldige Gäste, die während des Fototermins wartend mit den Fingern trommeln oder gar als Beobachter hinter dem Fotografen stehen. Das lenkt ab und macht unentspannt!
Wann also ist der beste Zeitpunkt zum Alleinsein? Bei einer Trauung mit klassischem Ablauf wird es nach der Zeremonie einen Empfang oder ein gemeinsames Kaffeetrinken geben. Hat das Brautpaar alle Gratulationen und Glückwünsche entgegen genommen und mit allen auf die frische Ehe angestoßen, ist der beste Moment gekommen, die Gäste sich selbst zu überlassen. Sie werden plaudern und sich austauschen und die Abwesenheit der wichtigsten Personen kaum bemerken.
Eine weitere Variante ist das Shooting ’davor’. Wer es mit den bestehenden Traditionen nicht so eng nimmt, kann den Zeitpunkt für die Erstellung der Portraitbilder vor die eigentliche Trauung legen. Wenn das Make-Up frisch und die Kleider noch glatt sind, bieten sich dem Fotograf beste Bedingungen, den intimsten aller Momente einzufangen: Braut und Bräutigam begegnen sich das erste Mal. Ob man diesen Moment zwingend vor dem Traualtar erleben muss, ist reine Geschmackssache. Das Shooting vor der Trauung hat in jedem Fall zwei große Vorteile: Braut und Bräutigam können diesen innigen Augenblick für sich allein genießen. Und wenn der Hochzeitsfotograf das Zusammentreffen fotografisch begleiten darf, entstehen besonders innige Bilder von einem einzigartigen Moment.

Ein Tipp für alle Reportagen-Fans: Wer die Créme de la créme der deutschsprachigen Hochzeitsfotografen buchen möchte, sollte das Portal Hochzeitsfotografen Deluxe besuchen. Dort präsentieren sich die erfolgreichsten Hochzeitsjournalisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Viel Spaß beim Stöbern wünscht die Jagentin.

Quelle Fotos: Sophie Kleile, Lübeck. http://www.lichtwerk-fotostudio.de