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Hilfe, wie regeln wir die Sitzordnung bei unserer Hochzeit? Knifflige Aufgabe, die Expertin weiß Rat!

Wenn Sie gerade mitten in der Hochzeitsplanung stecken, dann kennen oder erwarten Sie das wahrscheinlich auch: Kurz vor der Hochzeit ruft die Mutter an und zählt alle problematischen Konstellationen in der Familie auf und bittet darum, dass Sie dies bei der Organisation der Tischordnung berücksichtigen. Aber Hilfe, genauso gibt es Probleme im Freundeskreis, die Sie beachten wollen und nebenbei wollen Sie auch noch eine kommunikative Anordnung der Tische erreichen und die neuesten Trends in Sachen Dekoration integrieren – wie soll das nur alles gehen? Zum Glück weiß unsere Expertin und Weddingplanerin Sonja von Trauwerk Rat und berät Sie im Interview in Sachen Sitz- und Tischordnung sowie Dekoration!

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Foto: Trauwerk

1. Wie sieht die perfekte Anordnung der Tische aus? Welche Form und Größe sollten die Tische bestenfalls haben?

Prinzipiell gibt es im Hinblick auf die Anordnung der Tische viele verschiedene Möglichkeiten. Dennoch muss man sagen: Die klassische Tischstellung in Form eines „U” hat ausgedient, denn hier fühlt sich das Brautpaar wie auf dem Präsentierteller und kann sich gar nicht richtig unterhalten oder sich frei bewegen.

Der Trend geht ganz klar zu einzelnen runden oder eckigen Tischen, kombiniert mit einer schönen Brauttafel. Die Anordnung der Tische hängt aber auch immer sehr von der einzelnen Location ab. Ich versuche meistens, mit den vorhandenen Möglichkeiten das Beste zu machen. Aber in manchen Fällen muss man dann eben Möbel anmieten.

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Foto: IN LOVE BY BINA

Runde Tische sehen optisch wunderschön aus, man muss sich aber im Klaren darüber sein, dass man hier eigentlich nur mit den Hochzeitsgästen direkt neben sich sprechen kann. Meistens ist das kein wirkliches Problem, solange man nicht den ganzen Tag am gleichen Tisch verbringt. Ich empfehle deshalb für den Nachmittag eine lockere Bestuhlung, zum Beispiel mit Garten- und Stehtischen.

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Foto: Hochzeitsfotografie Thomas Göbert

Oder einen Empfang im Garten. Dabei sollte man auch auf eine gute Regenalternative achten. Am Abend geht es dann erst in den eigentlichen, toll geschmückten Festsaal – das sorgt für einen echten Wow-Effekt bei den Gästen. Bei der Dekoration der Tische gibt es übrigens auch unterschiedliche Möglichkeiten: Man sollte darauf achten, dass man entweder über die Dekoration hinweg blicken kann oder dass sie so hoch ist, dass man unter ihr hindurch sprechen kann.

2. Ist die Sitzordnung für Brautpaare ein heikles Thema?

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Foto: Petra Fritzi Hennemann

Absolut, die Sitzordnung ist bei Hochzeiten manchmal ein schwieriges Thema. Meine Empfehlung lautet da: Macht Euer Ding. Gibt es zum Beispiel geschiedene Eltern, dann macht es oft keinen Sinn, sie zusammen an die Brauttafel zu setzen, weil das nicht gut geht. Auch nicht für 2 Stunden. Hier empfehle ich: Vergesst die Tradition und setzt die Eltern stattdessen an einzelne Familientische. Am Brauttisch sitzen dann einfach die engsten Freunde. So hat man niemanden benachteiligt und ein harmonisches Festessen.

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Foto Trauwerk

3. Wenden sich Brautpaare auch wegen der Sitzordnung an dich und fragen um Rat?

Ja, eigentlich immer. Und es gibt immer wieder neue Herausforderungen. Da helfe ich natürlich gern, schließlich habe ich als Hochzeitsplanerin inzwischen viel Erfahrung, auch auf diesem „schwierigen Gebiet“. Man muss ja nicht nur Organisator sein, sondern oft auch ein bisschen Psychologe.

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Foto: Oh Hedwig

4. Was sind deine Tipps? Was glaubst du, macht am meisten Sinn?

Eine Sitzordnung an sich macht auf jeden Fall Sinn. Ich würde auch immer an der Brauttafel oder am Brauttisch genau definieren, wo welche Person sitzt. Wenn man dann kleinere Gästetische für zum Beispiel 6-10 Personen hat, kann man hier auch einfach nur definieren, wer an diesem Tisch sitzt, aber nicht wo. Hat man längere Gästetafeln, dann sollte man auch hier den genauen Platz definieren, das beschleunigt das Platznehmen der Gäste und erleichtert dem Service, vor allem wenn es ein Menü gibt, seine Arbeit. Etwa mit der Information, an welcher Stelle ein Vegetarier sitzt.

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Foto: Rebecca Conte Hochzeitsfotografie

5. Welche Möglichkeiten gibt es, um die Tische während der Hochzeit ein wenig durchzumixen? Ist das beliebt bei Brautpaaren und Hochzeitsgästen?

Wie gesagt: Ich empfehle zwei getrennte Teile/Räume für Nachmittag und Abend. So übernehmen die Gäste das Durchmischen ganz von alleine.

Falls das bei Eurer Location nicht geht, plant zwischen Nachmittag und Abendessen einfach einen lockeren Aperitiv an Stehtischen ein. Oder bietet Euren Gästen vor dem Abendessen die Möglichkeit, sich ein bisschen zu bewegen. Ein Durchmischen mit Platztausch während des Abendessens halte ich für keine gute Idee. Eine Hochzeit ist ein logistisches Meisterwerk. Dass jedes Essen warm an den richtigen Platz serviert wird, funktioniert nur, wenn vorher klar ist, wo welches Essen hinkommen soll.

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Foto: Petra Fritzi Hennemann

6. Gibt es lustige, kuriose oder interessante Dinge zum Thema Sitzordnung, die du erlebt hast?

Oh ja. Aus Sitzordnungen können sogar richtige Beziehungen entstehen. Letztes Jahr im November zum Beispiel hat „meine“ Braut ganz absichtlich ihre liebe Trauzeugin an einen gemeinsamen Tisch mit einem sehr netten Single-Mann gesetzt. Der Plan ging auf. Nun sind die beiden ein Paar.

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Foto: Schneider’s Family Business

7. Wie sollte das Brautpaar die Planung der Sitzordnung angehen? 

Vergesst am Besten dieses ganze „man muss“ und „man soll“! Ihr müsst nichts, Ihr dürft alles! Überlegt einfach, wen Ihr an Eurem großen Tag ganz nah bei Euch haben möchtet. Und genau diese Personen setzt Ihr dann ganz nah zu Euch. Es ist schließlich Euer Tag, es ist Euer Fest! Die anderen Gäste würde ich so setzen, dass schöne Gespräche entstehen können. Ich finde es sinnvoll, Menschen zusammen zu setzen, die sich zumindest ein bisschen kennen. Wenn man schon mixen möchte, dann sollte man darauf achten, dass die Menschen zum Beispiel ähnliche Interessen haben und dadurch gute Gespräche oder sogar neue Freundschaften entstehen können. Und übrigens: Ich persönlich würde die Gästepaare bei einer Hochzeit nicht trennen. Es ist schließlich ein Fest der Liebe.

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Foto: Matthias Richter Photography

Wir bedanken uns recht herzlich bei der Weddingplanerin Sonja von Trauwerk für die tollen Tipps in Sachen Sitzordnung bei der Hochzeit und hoffen, dass Sie mit diesem Vorgehen jeglicher Sitzordnungs-Tragödie bei der Hochzeit entgehen können! Lesen Sie mehr zum Thema Hochzeiten in Ihrem Zankyou Hochzeitsmagazin!

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